Julia-Halleluja!

OK-Klütte-Cup 28. – 29. März 2026

von Thomas Sander 18.04.2026
Endlich wieder Regatta: Am letzten März Wochenende sollte endlich die neue Regattasaison starten. 24 segelbegeisterte Verrückte kamen trotz nicht ganz so tollem Wetterbericht zum Liblarer See, dem Kölner Meer, und wollten mit sieben Korsaren um die Wette segeln, natürlich getrennt. Michel Majon und Steven Janmar aus Belgien, Michel aus Luxemburg und Stefan mit NED im Segel machten die Veranstaltung einmal mehr zum internationalen Event. Nach beruflich bedingter Auszeit konnten wir Simon wieder in unserem Kreis begrüßen und unter dem Motto „Ein Strelow kommt selten allein“ segelte Dirk auch mal wieder seine OK.
Das Kölner Team um Christian, Fabian, Thorsten und Claus begrüßte uns wie gewohnt herzlich mit Brötchen, Kuchen, Kaffee und Kölsch.
Bei nasskaltem Wetter um den Gefrierpunkt bauten wir unsere Sportgeräte auf, diskutierten über die Kleiderwahl zwischen Neopren und Trockenanzug und nachdem uns unser altbewährter Regattaleiter Willibald den Ablauf erklärt hatte gingen wir pünktlich um 13:05 Uhr an den Start.

Bei 3 – 4 Windstärken und Regenschauer segelten wir zunächst einen Lauf bei dem am Ende eine Regenwalze über den See pfiff. Der Paderborner Jung war für die Showeinlage zuständig: wankte, halste, kenterte und blieb dabei trocken. Respekt! Anschließend war zwei Stunden absolute Flaute.
Sehr viele von uns gingen zum Aufwärmen ins gut geheizte Clubhaus und ließen sich mit Kaffee und Kuchen verwöhnen. Für Alkohol war es noch zu früh und wir sind ja Sportler. Zwar hat keiner mehr damit gerechnet, doch konnten wir vor dem Sonnenuntergang noch einen Lauf bei 1-3 Windstärken segeln.
Es wurden zweimal Dreieck / Diagonale pro Lauf gesegelt. Die Wettfahrten waren von vielen Positionswechseln gekennzeichnet. Im ersten Rennen musste sich Stefan aus Holland erst mal an den See gewöhnen und setze sich dann aber nach der Hälfte vom restlichen Feld ab.

Ein Stratege aus Düsseldorf machte nach zwei Runden vor dem Wind einen Bogen über rechts und fuhr ganz nach vorne. Nein, nein, kein Glück: „Das konnte man beim Einfahren schon sehen!“ Warum erst zum Schluss die Einsicht kam, keine Ahnung. Im zweiten Lauf haben es dann die anderen auch gewusst und Stefan wurde diesmal mit diesem Satz zitiert: „Mal bist du Hund, mal bist du Baum!“

Im zweiten Rennen drehte der Wind genau eine Minute vor dem Start, sodass die bevorzugte Seite am Startschiff total blöd war und man mit Schoten auf Backbord nicht über die Linie kam. Der an der Tonne gestartete Michel Majon segelte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen. Ossi ist ihm zwar kräftig auf die Pelle gerückt aber rankommen ist was anderes als zu überholen. Ein anderer setzte auf dem letzten Vorwindgang alles auf eine Karte und zog das Schwert ganz, wirklich ganz raus. Ging leider schief und endete im Wasser. Glück auf!
Nach den Wettfahrten freuten wir uns alle, -auch der Schalker, auf die heiße Dusche.

Abends kredenzte uns der SC Ville unter Leitung von Familie Rossbacher, Fabian und Julia, ein super Abendessen. Ob Lauchsuppe, Antipasti, Salate, Braten oder dem selbst hergestelltem Leberkäse, der nicht nur vom Gourmet, dem Aal, als Weltklasse betitelt worden ist, war für jeden Geschmack etwas dabei. Das Dessert um Tiramisu, Herrencreme und frischen Waffeln mit Kirsche und Sahne: natürlich ohne Kalorien! rundete das Festmenü ab.
Auch beim Frühstück am Sonntag ließen sich unsere Freunde aus Liblar nicht lumpen. Bei Rührei und Speck, Brötchen, Aufschnitt und süßen Leckereien konnten wir mit Blick auf dem windstillen See schon ahnen, dass wir direkt einpacken konnten.

Zwar ging immer wieder ein Hauch über das Meer aber richtig durchgesetzt hat sich der Wind erst gegen13:00 Uhr nach den drei Schüssen, wie immer. Nun konnte Fabian den Grill nochmal anheizen und bei Würstchen und Hähnchenschenkel konnten wir die Reste vom Salatbuffet noch verzehren.
Bei der Siegerehrung eine tolle Geste: alle Aktiven bekamen ein Glas Honig vom vereinseigenen Bienenstock, den Christian, Fabian und Thorsten persönlich seit Jahren für uns geimkert haben. Die liebe Ela Linnemann vom SCV backte für alle Teilnehmer ein Tüte Spritzgebäck mit den Umrissen einer originalen OK-Jolle. Total starke Idee. Viel zu schade zum Essen aber meine Tüte war schon auf der Rückfahrt leer.

Schade nur, dass der Sieger leider keine Zeit für die gebührende Ehrung hatte. Als Ersatz sprang, hilfsbereit wie er halt ist, der 1. Vorsitzende vom SCV ein, um das Siegerbild zu komplettieren.
Zusammengefasst war es ein sehr schönes aber auch sehr, sehr kaltes Wochenende bei unseren Freunden im Rheinland. Wir fühlten uns alle vom ersten Moment herzlich Willkommen.

Besonders dem Cateringteam um die Clubdamen ein dickes Dankeschön und ein lautes Julia – Halleluja!

In eigener Sache: Iserlohner Glasenuhr 2026
Wir vom Sorpesee laden euch recht herzlich zu unserer Regatta „Iserlohner Glasenuhr“ am 18.- 19. Juli ein. Auch bekannt unter „Veltins Schaumkronen Cup“ kann das Event bei einer vollen Talsperre nur traumhaft werden. Am Sonntag wird ganz schnell gesegelt, sodass jeder wieder rechtzeitig zum deutschen WM-Titelgewinn zuhause ist. Der SCSI freut sich auf euch.

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