Bericht IDM 2027

von Thomas Glas 24.10.2026
Wer die letzten Jahre in Schanzenberg am Ratzeburger See gesegelt ist dürfte eine Vorahnung bekommen haben was bei der IDM zu erwarten ist:
Eine wunderbare Umgebung, herrliches Vereinsgelände, ein (bzw. zwei) super Gastfreundliche Ausrichtervereine, den Lübecker Segler-Verein und den Segel-Club Hansa.
Aber auch: Ein langer See der quer zur Hauptwindrichtung liegt, d.h. jede Menge unberechenbare Dreher und Kanten sowie eher wenig Platz für die zu erwartende Menge an Teilnehmern.
Tatsächlich standen mehr als 80 Boote auf der Meldeliste. Die Veranstalter waren vorbereitet und es war schnell klar dass in Gruppen gesegelt wird.

Für Mittwoch Abend war ein Practice Race angesetzt was nur mäßig genutzt wurde. Die meisten haben den Abend lieber für gemeinsames Grillen (bring your own Grillgut) genutzt.

Pünktlich zum Start am Donnerstag trübte sich das Wetter ein. Erstes Highlight des Tages: das dank der zahlreichen engagierten Helfer gezauberte Frühstück. Highlight Nummer Zwei: die wortreiche Eröffnung der IDM. Ach ja, gesegelt wurde dann auch, bei einer für den See einigermaßen erträglichen Windrichtung konnten wir die geplanten zwei Wettfahrten über die Bühne bringen. Auch der ortsansässige Ausflugsdampfer wollte mitmachen und fuhr in der letzten Minute des Starts mitten durch die Linie – klarer Frühstart! Die umsichtige Wettfahrtleitung brach dann doch ab. Highlight Nummer drei: das abendliche Grillen.

Frühstart!

Der Wetterbericht für Freitag war uneinheitlich: zwischen Sturm und Flaute war alles dabei, je nachdem wie eine Wetterfront ziehen würde. Wo sich jedoch alle Vorhersagen einig waren: es würde Regen geben. Viel Regen. So kam es dann auch: schon beim Frühstück regnete es und es würde so schnell nicht aufhören. Wir fuhren im Regen auf den See und warteten darauf dass sich der Wind durchsetzen würde. Statt Wind kam noch viel mehr Regen – die Wettfahrtleitung hatte bald ein Einsehen (sicher waren die auch komplett durchnässt) und schickte uns an Land. Jetzt ein warmer Kaffee wäre Genau das Richtige. Highlight: es gab nicht nur Kaffee sondern auch Kuchen, Obst, Hot Dog usw. – positive Kalorienbilanz garantiert. Währenddessen schüttete es wie aus Eimern.
Nachmittags kam endlich Wind auf und der Regen wurde weniger so dass wir noch eine Wettfahrt zustande brachten. Highlight hier: das Hafenrennen halbwinds bei weiter auffrischendem Wind.

Warten im Regen

Abends durfte wieder gefuttert werden bei dem unvermeidlichen Freibier – Danke an Marina für das Fass!
Eigentlich sollte ab Samstag die Flotte in eine Gold und eine Sibergruppe aufgeteilt werden, da jedoch erst drei Wettfahrten ausgesegelt waren blieb es bei einer erneuten zufälligen Gruppeneinteilung.
Der Samstag sah komplett anders aus als der Freitag (außer dem leckeren und geselligen Frühstück): Sonne und Wind. Ach ja: der Füllstand des Sees war merklich gestiegen.
Wir konnten zwei Wettfahrten bei ordentlich Druck segeln, gerade in Luv wurde es anstrengend bei 6Bft mit Löchern und Drehern. Entsprechend gab es so manche (Fast-)Kenterung.
Nach zwei Wettfahrten hatte die Wettfahrtleitung ein Einsehen und schickte uns nach Hause. Eine weise Entscheidung da eine Regenfront mit über 30 Knoten Wind anrückte, die die zweite Gruppe auf dem Nachhauseweg erwischte.
Highlight des Abends – eine Tour mit dem bereits erwähnten Ausflugsdampfer über den See, inkl. Buffet. Wer wollte durfte mal ans Steuer was zu der ein oder anderen (ungewollten ?) Schleife auf dem See führte.

Sonntag dann Sonne und weniger Wind. Selbiger stellte sich schon beim Heraussegeln als überaus löchrig dar. Eine erste Wettfahrt wurde nach einem riesen Dreher an der Luvtonne abgebrochen. Der zweite Versuch wurde dann durchgezogen (ohne dass die Dreher weniger wurden). Andre und Pim lieferten sich ein Privatduell um der ersten Platz dass Andre für sich entscheiden konnte.

Andre Budzien
Der Startversuch für eine zweite Wettfahrt mündete in einem allgemeinen Rückruf. Damit war die Zeit für einen weiteren Versuch abgelaufen und die Andre somit superknapp (Punktgleich, gleiche Anzahl von ersten, zweiten Plätzen usw.) Deutscher Meister.

Ande hat die IDM 2026 gewonnen

Ein großer Dank geht an die beiden ausrichtenden Vereine die eine tolle IDM auf die Beine gestellt haben, wir kommen gerne wieder!

Ergebnisse