von Peter Langer-Langmaack 17.08.2026
17 OK-Jollen hatten sich in diesem Jahr zur Plöner Knick Regatta auf den Weg gemacht. Auch O-Jollen und Piraten gingen an den Start. Und schon bei der Ankunft war zu spüren: Hier erwartet uns etwas Besonderes.
Der Club liegt fantastisch, der Empfang war herzlich und überall strahlende Gesichter. Bei den Veranstaltern ebenso wie bei den Seglern. Man merkte sofort: Hier wird nicht einfach nur eine Regatta organisiert, hier wird eine Veranstaltung mit Herz auf die Beine gestellt.
Am Samstag herrschten 3–4 Windstärken – beste Bedingungen für drei Wettfahrten. Am Sonntag folgte bei leichtem Wind noch eine vierte. Dazu drehte der Wind munter und wechselte immer wieder seine Stärke. Für uns OK-Segler also genau die richtige Mischung aus Herausforderung, Konzentration und dem gelegentlichen Gedanken: „Na, was macht er denn jetzt schon wieder?“
Die Wettfahrtleitung machte dabei einen hervorragenden Job. Mit den steuerbaren Tonnen konnten immer wieder perfekte Up-and-Down-Kurse ausgelegt werden. Auf dem Wasser wurde gesegelt, gekämpft, gelacht und manchmal auch gekringelt.
Menschen, die den Unterschied machen, aber eine Regatta lebt nicht nur von Wind und Wettfahrten. Sie lebt von den Menschen. Und davon gab es in Plön reichlich.
Am Samstagabend wurde zum Spanferkelessen eingeladen. Für den einzig anwesenden Vegetarier gab es selbstverständlich ein eigenes Gemüse-Ratatouille. Dazu Bier, gute Gespräche und eine Stimmung, bei der man irgendwann gar nicht mehr so genau wusste, ob nun das Segeln oder das Beisammensein das eigentliche Highlight des Tages gewesen war.
Vielleicht war es die Plöner Luft.
Denn plötzlich war Frank Schönfeld, möglicherweise inspiriert von Alexa, zu musikalischen Höchstleistungen aufgelegt und hatte einen neuen Song für den nächsten Auftritt quasi aus dem Nichts kreiert. Man darf gespannt sein, was daraus noch wird.
Frank, der sich ein Boot von Olli Thies geliehen hatte um das neue Clown Segel zu testen, erzählte zu später Stunde noch eine besonders schöne Geschichte:
Bei einer Deutschen Meisterschaft der Varianta-Klasse in Plön hatte Frank die Meisterschaft souverän gewonnen. Als er nach der letzten und entscheidenden Wettfahrt als neuer Deutscher Meister in den Hafen einlief, erwartete ihn dort ein derart spektakulärer und emotionaler Empfang mit Landesliedern und buntem Tam-Tam durch den PSV, dass er sich spontan entschloss, zusätzlich Mitglied in diesem wunderbaren Verein zu werden.
Wenn das kein Beweis ist: Frank war einfach schockverliebt!
Und auch auf dem Wasser zeigte sich eine bemerkenswerte Gelassenheit. Es wurde nicht protestiert, obwohl hier und da durchaus Anlass dazu bestanden hätte. Stattdessen wurde sich hübsch entschuldigt – und die Angelegenheit war erledigt. Auch so kann Regattasegeln gehen. Einmalig!
Der PSV hat uns an diesem Wochenende rundum verwöhnt. Frühstück am Morgen, Kuchen zur Stärkung am Nachmittag, Freibier nach dem Einlaufen und ein liebevoll organisiertes Spanferkelessen am Abend. Überall Menschen, die sich kümmern, anpacken und dafür sorgen, dass sich Gäste willkommen fühlen.
Und überall diese strahlenden Gesichter, bei den OKs, den O-Jollen, den Piraten und natürlich bei den Menschen an Land.

Dazu der neue Wanderpreis: Eine von der Sirius Werft gestiftete Mahagoni-Platte mit eingearbeitetem „Plöner Knick“ – tatsächlich in Anlehnung an unseren Knick-Spanter. Eine wunderbare Idee und ein wunderschönes Stück, das hoffentlich noch viele Jahre und viele Geschichten erleben wird. Harald, nebst Club-Kollegen sei Dank. Jeder weitere Teilnehmer erhielt ein schönes und nützliches Brotbrett.
Thomas Glas darf dieses schöne Stück nun als Erster mit nach Hause nehmen. Sein Name wird auf feinstem Messing eingraviert – und so darf der Wanderpreis zunächst einmal sein Zuhause schmücken, bevor er hoffentlich im nächsten Jahr weiterwandert.
Die Plöner Knick Regatta war sportlich anspruchsvoll, gesellschaftlich großartig und menschlich einfach wunderbar.
Es gibt Veranstaltungen, die sind gut. Es gibt Veranstaltungen, die sind sehr gut. Und dann gibt es Plön. Einmalig!
Ich wiederhole mich: Schockverliebt!
Und zum wirklichen Abschluss noch dies: 25 Meldungen maximal – so lautete die Ausschreibung. Sollte es jetzt schon die Möglichkeit geben, sich für 2027 vorzumerken: Die diesjährigen Teilnehmer wären jedenfalls schon einmal dabei.
Man könnte es auch einfacher sagen:
Wir kommen wieder!