OK-Meeting Davos 2004

OK Meeting / Davos: 07.-08.08.2004

“Neulich” in Davos

von Ralph Rainsborough  13.10.2004

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1969 in Davos

Als aufmerksamer Leser der OK-Info und Gelegenheitssegler der OK-Jolle (G 112 und 203) fiel mir der Termin in Davos auf. Da ich in diesem Jahr anstatt mit unserem großen Schiff zu Segeln, Urlaub in der Schweiz machen wollte (meine Frau arbeitete dort), war die Gelegenheit günstig doch mal wieder eine OK-Regatta zu segeln. Die letzte OK-Regatta habe ich tatsächlich 1969 in Davos gesegelt und in schöner Erinnerung behalten. Einiges musste ich dann vorbereiten: einen Anhänger leihen und den uralten Fiat (Panda) so weit herrichten, dass er die Fahrt möglicherweise überlebt. So ging ich eine Woche vor dem Regattatermin auf die Reise. Freitag Nacht um 24 Uhr fuhr ich los, mit etlichen Pausen kam ich nachmittags um 16 Uhr in Chur an. Am nächsten Tag ging es dann nach Davos. 1500 Meter hoch, ein kleiner See mitten in einem herrlichen Bergpanorama. Nach dem Abladen und Zusammenbauen der Jolle ging es auf die Berge. Eine kleine Wanderung – auch als Konditionstraining gut geeignet. Danach war ich fix und fertig. Montag habe ich erstmal Pause gemacht. Dienstag ging es dann los OK-Jolle segeln. Wenden üben, halsen und – wenn der Wind es zuließ – hängen und die Schmerzen ertragen. Der Wind kommt auf dem See regelmäßig mittags aus Norden in ausreichender Stärke. Anfangs war ich die einzige OK-Jolle auf dem See, aber am Donnerstag trudelten die ersten Schweizer OKs ein. Ich hatte schon die Befürchtung es kommt keiner. Auf meine (rechtzeitige) Meldung hatte ich keine Rückmeldung erhalten. Am Freitag trudelten nach und nach fast 20 OKs ein: Schweizer, Österreicher und Deutsche aus dem süddeutschen Raum im weitesten Sinne.

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Mit 22 Jahren

Da ich so lange keine Regatta gesegelt hab, war ich schon richtig aufgeregt. Ich hatte die Befürchtung, dass ich mit meinen 57 Jahren bestimmt als “Alter” auffalle. Aber nachträglich konnte ich feststellen, dass viele OK-Segler in mittleren Jahren sind. Benjamin Porta ist sogar schon 76 und segelt immer noch OK. Das lässt hoffen! Ich habe auch festgestellt, dass das Segeln heute auch nicht anstrengender ist als mit 22 Jahren. Leider hab ich es beim Training aber nicht geschafft nach zwei Kenterungen das Boot wieder aufzurichten. Das muss noch geübt werden.

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Samstag 14:30 Uhr

Leider hatte ich keine Regattauhr und meine Armbanduhr ging nicht. Am Samstag war es dann um ca. 14.30 Uhr mit dem ersten Start soweit. Für mich war es beeindruckend mit so vielen OK-Jollen zu Segeln. Mein einziger Ehrgeiz war, nicht Letzter zu werden. Bei der ersten Wettfahrt wurde ich Letzter, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Die weiteren Läufe, einer noch am Samstag und drei am Sonntag liefen für mich so ähnlich. Ich hab mir das Geschehen von hinten angesehen.

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Erfolge feiern Andere

Der Abend war sehr gesellig, das Essen liebevoll angerichtet. Ich fühlte mich von den OK-Seglern, auch den Schweizern, gut aufgenommen. Trotz meines nicht so großen sportlichen Erfolgs hat mir das Segeln großen Spaß gemacht und im September bin ich dann nach Bad Segeberg zum Rudi-Hitz-Pokal gefahren.
Zum Schluss: Meine OK G 56 die ich 1969 in Davos verkaufte, hat bei Gian Giovannoli noch lange gesegelt und hat dann in seinem Garten als Kinderspielzeug gedient.

Ralph Rainsborough, G 203

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