Andrè Budzien ist OK-Weltmeister 2018

OK-Weltmeister 2018: Andrè Budzien

Neunter und letzter Tag der OK-WM in Warnemünde

von Andreas Pich 14.07.2018
Andrè Budzien gewinnt in einem packenden Finale seinen dritten WM-Titel bei den OK-Jollen mit dem knappsten aller denkbaren Vorsprünge.  Aber von Anfang an:
Der letzte Tag der WM hier in Warnemünde sollte die Entscheidung bringen mit den letzten beiden Rennen und das Feld war aufgeteilt in Gold – und Silberfleet, so dass zum ersten Mal wirklich alle Spitzensegler in einem Feld gegeneinander segeln konnten. Noch acht Segler hatten am Morgen eine realistische Chance auf den Titel.

Beste Segelbedingungen

Das Wetter war zum segeln wieder perfekt, zwar bewölkt aber der Wind blies relativ konstant aus Nordwest mit 4 bis 5 Windstärken. Wie nicht anders zu erwarten, war die Spitzengruppe im siebten Rennen sehr eng beieinander, alle Topfavoriten waren dabei und nur Jan Kurfeld  konnte  sich im Verlauf ein wenig absetzen. Jan gewann dieses erste Rennen des Tages am Ende dann ziemlich klar vor Andrè und Thomas Hanson-Mild. Der bis dahin führende Frederik Lööf wurde Vierter.

Die erste Vorentscheidung um die Medaillen war gefallen:  Jan, Andrè und Frederik würden auf dem Treppchen stehen und wer den letzten Lauf gewinnen würde wäre Weltmeister!

Diese bis hierhin wirklich spannende und enge Weltmeisterschaft bekam also den Höhepunkt, den sie verdiente, ein ‘Show-Down’ zwischen den besten drei OK-Seglern der Welt im letzten Rennen der Serie. Auch wenn alle drei hochdekorierte und erfahrene Segler sind und insbesondere Frederik bei drei olympischen Spielen mit dem Gewinn von Medaillen seine Nervenstärke bewiesen hat bin ich sicher, das alle vor dem entscheidenden Start angespannt und nervös waren.

Jan beim Start weit vor dem Feld

Jan führte nach einem guten Start schnell das Rennen an aber Frederik war ihm dicht auf den Fersen und auch Andrè war als Dritter mit nur kleinem Abstand noch nicht aus dem Spiel. Auf der letzten Kreuz  des letzten Rennens musste die Entscheidung fallen: Jan und Frederik bekämpften sich im engen Wendeduell und verloren offensichtlich den Dritten Andrè für eine Weile aus den Augen.

Der zweifache OK-Weltmeister aus Schwerin wiederum spielte seine ganze Routine aus, setzte alles auf eine Karte und wählte die rechte Seite, während seine beiden Konkurrenten links die perfekten Wellen vor Warnemünde im Gleichtakt durchpflügten. Das gab Andre Gelegenheit zu den beiden Führenden aufzuschließen. Im Ziel trennten die drei nur wenige Meter. Jan vor Andrè und Frederik -so lautete der enge Zieldurchgang und so durfte sich Jan Kurfeld als neuer  Weltmeister fühlen.

Jan Kurfeld

Wie groß muss die Enttäuschung gewesen sein, als Jan an Land erfuhr, das er einen Frühstart im letzten Rennen hatte und nicht er sondern sein Freund und Trainings-Kumpel Andrè zum drittenmal Weltmeister geworden ist.

Das knappste Ergebnis der OK-WM-Geschichte zwischen drei wirklich außergewöhnlichen OK-Seglern wurde durch das Resultat im letzten Lauf entschieden. Die ersten beiden waren nicht nur punktgleich  sondern haben sogar die exakt gleiche Serie hingelegt, so dass das Ergebnis des achten Rennens den Ausschlag gab.

Team Germany sagt Danke

Diese WM hier in Warnemünde war großartig. Sowohl an Land als auch auf dem Wasser hat der ausrichtende Verein und haben die vielen Helfer wirklich eine tolle Arbeit geleistet. Die freundliche, immer hilfsbereite Art und Weise mit den vielen kleinen Problemen bei einem 140-Boote Feld aus 10 Nationen im Rahmen einer Großveranstaltung umzugehen, war einfach einmalig.

Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen aller OK-Segler nochmal besonders herzlich bedanken bei Peter Rahmcke und Ralf Bergel. Neben vielen anderen haben diese beiden mich als ‘frischgebackenen’ Vorsitzenden der KV und ‘Anfänger’ bei der Organisation eines solchen Mammutevents seit Monaten besonders unterstützt und ganz viel Arbeit für unsere Klasse und diese fantastische Weltmeisterschaft geleistet.

Eine tolle WM in Warnemünde – Danke!

Ergebnisse

Internationaler Bericht

 

 

 

 

 

 


Die ganze Zeit ‘gemessert’

Achter Tag in Warnemünde / 5. und 6. WM-Lauf

von André Budzien 13.07.2018
Heute am vierten Tag der WM waren die Bedingungen hier vor Warnemünde wieder perfekt. Sonniges Wetter und der Nordwestwind blies anfangs mit 4-5, später mit 3-4 Bft.  Ich bin in der gelben Startgruppe zusammen mit Charlie Cumbley, Lars Johann Brodtkorb und Bo Petersen gesegelt. Und vor allem mit diesen dreien habe ich mich  heute auseinandergesetzt. Im ersten Rennen des Tages bin ich direkt hinter Charlie an der letzten Tonne angekommen. Bei dem Versuch ihn auf dem kurzen Stück ins Ziel in Luv zu überholen habe ich einen kurzen Moment den Überblick verloren beim Luvkampf. Dadurch ist Lars Johann und schließlich auch Bo  noch in Lee durchgerutscht und ich war am Ende ganz knapp nur vierter im Ziel.

Lars Johann Brodtkorb

Im zweiten Rennen hatte Charlie einen wirklich guten Start und war von Anfang an vorne. Ich habe mich dahinter die ganze  Zeit  mit dem Norweger ‘gemessert’ und das hat ziemlich viel Spaß gemacht obwohl Lars Johann am Ende die Nase vorn hatte. Insgesamt war es ein schöner Segeltag, auch wenn meine Ergebnisse eine Nuance besser hätten sein können.

Charlie Cumbley

Ab morgen segeln wir in Gold- und Silverfleet und bei den engen Abständen und sicher zehn sehr starken Seglern glaube ich nicht, das es zu taktischen Spielchen kommen wird.  Eigentlich kann sich das keiner erlauben. Ich werde versuchen so gut wie möglich über den Kurs zu kommen und dann werden wir am Ende sehen was raus kommt. Frederik Lööf führt ja mit nur zwei Punkten, Jan, mein Trainingspartner der letzten Wochenenden hier in Warnemünde, ist punktgleich und dahinter ist es mit Charlie und Lars Johann auch noch eng.

Andrè  – fotografiert von Robert Deaves

Bei zwei Rennen ist eigentlich für viele noch alles drin und wenn wir weniger Wind mit stärkeren Drehern haben kommen bestimmt auch noch andere für einen Tagessieg in Frage. Keiner ist wirklich so viel schneller als die anderen da vorne und es ist sicher spannend wenn die engste Spitzengruppe im Rennen nicht nur aus drei oder vier sondern aus acht oder zehn Booten besteht. Ich freu mich schon drauf.

Ergebnisse

Internationaler Bericht vom Tage

 

 

 

 

 

 


Gewürzgurken machen schwer

Siebter Tag in Warnemünde

von Stefan Rassau 12.07.2018
Gestern abend hatten wir eine Super-Grill-Party am Strand mit Grillbuffet vom Feinsten und die ausgelassene Stimmung wurde nur bei einem ausgewählten Teil der internationalen OK-Segler kurzfristig negativ beeinflusst durch das gleichzeitig stattfindende WM-Spiel in Russland. Aber wer kann denn da ernsthaft mit Steinen schmeißen..

Am morgen folgte dann die nächste Hiobsbotschaft für Team England: Nach einer Protest-Entscheidung der Jury am späten Abend wurde Jim Hunt im vierten Rennen wegen Frühstarts disqualifiziert und verlor den Tagessieg. Dadurch rückte Jan Kurfeld  wieder an die Spitze der Gesamtwertung, knapp vor Andrè und Frederik Lööf. Das war aber auch schon die einzige Änderung des Klassements am heutigen Tag!

Bei durchaus freundlichem Wetter und 2-3 Windstärken machten sich die beiden Gruppen heute Vormittag auf den Weg zur Bahn. Pünktlich mit dem Eintreffen beim Startschiff drückte irgendjemand auf den “Wind aus-Knopf” und wir trieben unter AP  noch ein langweiliges Stündchen über die schwabbelnde Ostsee. Dann entschied sich die Wettfahrtleitung bei Startverschiebung an Land zu warten und die 140 Boote wurden wieder zur Mittelmole zurück geschleppt.  Erst um 16:00 Uhr sollte dann die endgültige Entscheidung fallen für die Rennen des Tages. In der Zwischenzeit vertrieben sich die deutschen OK-Segler auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Zeit:

Andreas ist sich sicher, dass er von “Riesen”-Gewürzgurken bis morgen soviel Gewicht zunimmt, dass er endlich den harten Mast auf seinem Leihschiff halten kann

Martin findet das total lächerlich und will auf keinen Fall probieren

Der Aal wünscht guten Appetit und viel Erfolg und lässt sich dann doch nicht lange bitten und greift bei den Super-Gurken doch noch beherzt zu (nicht im Bild)

Schwer im Magen liegen die ja, die Riesendinger!

Gibt’s doch gar nicht – so schnell ist die Gewichtszunahme, das hält der stärkste Stuhl nicht aus!

Die Ersthelfer sorgen für Bilddokumentation und Trost (nur geprellt das Steißbein)

Dann stand endgültig fest, das heute kein Rennen mehr stattfinden würde und so konnten auch die letzten standhaften Matrosen den Neo gegen den leichten Freizeitanzug eintauschen.

Ein Gutes hat das Ganze, der Cut wird verschoben auf den letzten Tag. Die Trennung in Gold- und Silberfleet findet erst am Samstag statt und morgen werden noch einmal die Blauen gegen die Blauen und die Gelben gegen die Gelben segeln.

Wettervorhersage: ordentlich Wind – hoffentlich gibt’s an der Tanke noch Gewürzgurken!

Internationaler Bericht 

 

 

 

 

 


Matchrace unterm Regenband

Sechster Tag/ Rennen 3 und 4 der WM in Warnemünde

von Martin von Zimmermann 11.07.2018
Nach dem fantastischen Segeltag gestern zeigte sich Warnemünde heute von seiner nassen und trüben Seite. Statt das die blöde Regenfront mal eben über uns hinweg zieht und dann wieder Platz macht für das sonnige Wetter der letzten Tage, zog das Regenband gefühlt der Länge nach genau über uns drüber und bescherte uns wirklich jeden Tropfen Wasser von oben der in dieser Front drin war.

Natürlich war damit auch der schöne Wind weg und stattdessen hatten wir 8-12 Knoten mit deutlich stärkeren Drehern als gestern und abnehmender Tendenz am Nachmittag. Dafür war der Strom stärker spürbar, insbesondere an den Tonnen spielten sich Dramen ab. Ingo hat es bei einer Annäherung mit Steuerbordbug einmal ordentlich zerrissen. Er brauchte drei Anläufe für die Anliegelinie, wurde immer wieder vom Strom versetzt, kenterte dann auch noch irgendwie unglücklich und war von -anfangs eigentlich aussichtsreicher Position- ziemlich schnell nach hinten durchgereicht worden.

Jan Dissel mit nasser Mütze und coolem Rumpfdesign    Foto: Robert Deaves

Da die zwei Gruppen heute neu zusammengestellt wurden ergaben sich wieder interessante Konstellationen. Ich selbst war in der blauen Gruppe und kann eigentlich zum gelben Startfeld nicht viel sagen. Nach den Ergebnissen war da heute “Engländertag” (mal gucken wie das nachher beim Fußball ist) und Jim Hunt, Charlie Cumbley und Terry Curtis kämpften mit Jan Kurfeld, der mit den Plätzen eins und drei wieder einen sehr guten Tag hatte.

Im blauen Feld kämpften in beiden Rennen André Budzin und Frederik Lööf teilweise weit vor dem Feld im Matchrace-Style um jeden Meter. Die beiden waren dem Rest von uns weit überlegen und jeder gewann vor dem anderen jeweils ein Rennen.  Nur Bo Petersen konnte mit Respektabstand einigermaßen folgen, wenn die beiden fast im Gleichtakt Wende auf Wende in ihrem Duell folgen ließen und Rekorde im Synchronhalsen auf dem Vorwindgang aufstellten. Zumindest sah das von Weitem so aus ;)

Frederik und sein Schatten André, mit Respektabstand im Hintergrund Bo

Der Start des zweiten Rennens unserer Gruppe verzögerte sich weil der Wind nachließ, um 20° drehte und dann aber wieder zurückdrehte. Die Wettfahrtleitung hatte zwischenzeitlich den Kurs verlegt  änderte das Ganze dann wieder zurück, so dass wir deutlich später als “die Gelben”  im Hafen waren. Immerhin sind wir bisher im Zeitplan und in der Gesamtwertung sind die ersten drei (André, Frederik und Jan) ganz eng beieinander und auch Sönke hat als Zehnter eine wirklich beeindruckende Serie zu bieten.

So, jetzt geht’s zur Barbecue-Party und morgen nehmen wir das Wetter wie es kommt, die Vorhersage stimmt sowieso nicht!

Ergebnisse

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Andreas Deubel

Grinsen im Gesicht

Fünfter Tag/ Erster Wettkampftag der WM in Warnemünde

von Sönke Behrens 10.07.2018
Heute war wirklich ein geiler Segeltag, das war wirklich perfekt!
Nach einer tollen Eröffnungsfeier gestern abend am Strand war heute der erste Start für 14:00 Uhr vorgesehen und die Windprognose (10 Knoten) lag völlig daneben. Stattdessen hatten wir herrliche 5-6 Windstärken, ziemlich konstant aus Nord-Ost mit nur kleinen Drehern auf der Bahn und die legendäre Warnemünder Welle dazu.
Wir sind nach Weltranglistenposition in zwei gleichstarke Gruppen aufgeteilt worden und die zwei Felder sind dann ‘inner’ und ‘outer loop’ gesegelt und sich auf dem Wasser nicht ins Gehege gekommen.

Jan Kurfeld führt      Foto: Robert Deaves

Es war heute einfach ein Sahnetag zum Spaß haben, die Kurse lagen diesmal perfekt, die Welle war optimal und die Raumgänge ein Traum. Mit Platz 4 im ersten Rennen war ich wirklich sehr zufrieden, zumal ich auf dem Vorwindgang Jim Hunt und Charly Cumbley einsammeln konnte. Im zweiten Rennen flaute der Wind etwas ab, aber es war noch genug Druck um mühelos auf die Welle zu kommen. Nach einem mäßigen Start habe ich bei den nur wenigen kleineren Drehern kurz vor der Tonne noch die richtige Seite erwischt und war so glücklicherweise doch noch bei den ersten zehn an der Tonne. Das Niveau ist wirklich Weltmeisterschafts-würdig und gerade vorne ist eine enorme Leistungsdichte. Es hat mir heute einfach wirklich großen Spaß gemacht und auch jetzt, einige Stunden nach den Rennen habe ich ein Grinsen auf dem Gesicht.

Der Autor grinst immer noch!     Foto: Robert Deaves

Für Jan und Andrè lief es heute auf ihrem ‘Heimatrevier’ sogar noch besser und die beiden führen die Wertung an. Einige aus Team Germany hatten aber auch Pech: Lutz hat sich das Ruderblatt abgebrochen und auch Wolfgang musste das zweite Rennen aufgeben. Morgen werden die Gruppen neu zusammengestellt, dann nach den Platzierungen im aktuellen Klassement. Die Prognose sagt 15-20 Knoten voraus und fast alle im Feld hoffen das es nicht viel mehr wird oder die Welle wieder das Segeln verhindert. Aber so wie heute darfs morgen ruhig nochmal werden!

Ergebnisse

Internationaler Bericht

Highlights from Day 1 of the 2018 OK Dinghy World Championship in Warnemünde, Germany

Highlights from Day 1 of the 2018 OK Dinghy World Championship in Warnemünde, Germany

Gepostet von OK Dinghy am Dienstag, 10. Juli 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Andreas Deubel

Stressfrei gemessen

Vierter Tag /Vermessungstag in Warnemünde

von Andreas Deubel  09.07.2018
Im Vorfeld gab es viele Diskussionen um die innovativen Neubauten in der OK-Flotte und ihre Regelkonformität. Deswegen waren auch umfangreiche Kontrollvermessungen angekündigt worden und irgendwie hatte ich bei über 140 Teilnehmern auf der Meldeliste ein wenig Sorge vor diesem Tag. Glücklicherweise beschränkte sich dann die Aufmerksamkeit der internationalen Vermesser auf die wirklich neuen Rümpfe der verschiedenen Bootsbauer. Diese wurden komplett in der Jigg vermessen und nach Regelkonformität geprüft. Soweit ich das mitbekommen habe dürfen alle Boote teilnehmen und nur bei wenigen Rümpfen gab es Auflagen durch die Vermesser.

Vermessung völlig stressfrei
Foto: Heinz Ridder

Für die meisten anderen Teilnehmer gab es seit 2 Tagen bereits die Möglichkeit das eigene Material mit den offiziellen Mess-Tools selbst zu überprüfen und zu zertifizieren. Während der Rennserie werden abends nach dem Zufallsprinzip ausgewählte OK’s durch die internationalen Vermesser kontrolliert. Bedingt durch meine Pause vom OK-Segeln wegen der Teilnahme am Mini-Transat,  war diese Art der Vermessung für mich neu und wirklich eine positive Überraschung. Keine langen Schlangen vor den Messstationen, entspannte Segler und Vermessungshelfer,  irgendwie lief heute alles völlig stressfrei ab und schon am Nachmittag war kaum nach Aktivität im Bootspark und  in der Vermessungshalle.

Den ganzen Tag war es bedeckt, nur ab und zu kam die Sonne raus. Allerdings blies es aus allen Rohren und auch die Welle drückte wieder ordentlich in die Hafeneinfahrt, -gut das wir heute nicht segeln mussten. Für morgen ist deutlich weniger Wind angesagt und wieder mehr Sonne: Das Leben kann so schön sein!

Unterwegs zur Silberhochzeit
Foto: Heinz Ridder

Vorher wird aber erst die WM offiziell eröffnet. Heute abend gibt es zu diesem Zweck ein Gala-Dinner am Strand von Warnemünde. Der ganze Abend wird ausgerichtet von der Gärtnerei Sylvester aus Segeberg. Wandi und Jörg  feiern so mit uns allen ihre Silberhochzeit.

Und weil es heute so wenig um Segeln ging hier ein Video von Robert Deaves zusammengeschnitten aus Szenen vom gestrigen Tag:

Highlights from the 2018 OK Dinghy Pre-Worlds

Highlights from the 2018 OK Dinghy Pre-Worlds, Warnemünde, Germany

Gepostet von OK Dinghy am Montag, 9. Juli 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Fotos: (c) Robert Deaves

Endlich segeln!

Dritter Tag der Pre-Worlds in Warnemünde

von Frank Strelow  08.07.2018
Nachdem wir zwei Tage wegen Sturm und hoher Welle nicht segeln konnten wurden heute endlich drei Rennen im Rahmen der Pre-Worlds gestartet. Der Wind hatte deutlich nachgelassen, anfangs wehte es noch mit 4-5, später dann nur  noch mit 3 Bft.  Es stand aber noch vom Vortag eine beeindruckende Welle. Ich bin das erste mal in Warnemünde und wirklich begeistert hier zu segeln bei blauem Himmel, angenehmen Temperaturen und einer Welle, die eben doch noch ein bisschen mehr Spaß macht als die vor Kiel.

Einige der gemeldeten 90 Boote verzichteten heute auf einen Start und so waren letztendlich etwa 60 Boote an der Linie. Wie immer bei solchen Vorbereitungsregatten segelten viele der Topp-Segler nur ein oder zwei Rennen mit und wollten offensichtlich die Karten nicht zu früh aufdecken. Mit dem Ex-Weltmeister Andrè Budzien und dem amtierenden Europameister Johan Brodtkorb waren aber immerhin zwei der Favoriten auf den WM-Sieg nach den drei Rennen des Tages ganz vorne.

Heute abend findet noch die AGM statt, ehe ab morgen das Vermessungskarussell so richtig in Schwung kommt.  Die ersten Boote  sind  bereits vermessen unter anderem werden die Neubauten von Greg und Heiner komplett in der Jigg vermessen als Blaupause  für die Neuentwicklungen der entsprechenden Bootsbauer.  Für morgen ist nochmal etwas mehr  Wind angesagt, aber wahrscheinlich wird wegen der Mamutaufgabe 141 Boote zu vermessen kaum einer  von uns aufs Wasser kommen.

Ergebnisse Pre-Worlds 

Fotogallerie vom Tage  (c): Robert Deaves

 

 

 

 

 

Alle Fotos: (c) Jessica Finke

Ausgang versperrt

Zweiter Tag der Pre-Worlds in Warnemünde

von Jessica Finke 07.07.2018
Bereits am frühen Mittag traf die Wettfahrtleitung die Entscheidung alle geplanten Starts für den heutigen Tag abzusagen und uns Segler in die ‘Freizeit’ zu entlassen. Angesichts von konstant 6-7 Windstärken und Böen bis zu 8 Bft. hatte auch wirklich niemand Ambitionen auf einen Trainingsschlag.

Mittelmeer?

Bei strahlendem Sonnenschein sieht der Blick auf das Hafenvorfeld noch aus wie aus der Werbebroschüre eines Mittelmeerortes. An der Mole zwischen den Leuchttürmen aber rollen die Brecher dann doch ziemlich eindrucksvoll an und versperren selbst größeren Booten ein Ein- und Auslaufen in den Hafen. Und so ist heute nicht nur der viele Wind sondern wieder mal auch die berühmte Warnemünder Welle der Grund für einen schönen Tag an Land.

Der Ausgang ist versperrt!

Zur Eröffnung der Pre-Worlds ging der Tag gestern mit einem üppigen Pasta-Essen  im alten Lokschuppen auf der Mittelmole zünftig weiter. Und wie nicht anders zu erwarten, wurden die Freibierreserven des Veranstalters entspannt ausgetrunken von den untätigen aber nichts desto trotz durstigen Sportlern.

Nachdem die internationalen Vermesser hier in Warnemünde eingetroffen sind soll es heute Nachmittag für uns bereits Gelegenheit geben zur Vermessung der Boote für die WM um einfach die Zeit sinnvoll zu nutzen. Besonders gründlich vermessen werden soll jeweils ein aktuelles Boot aus der Schmiede jeder der führenden Bootswerften. Dies erfolgt sicher auch als Reaktion auf die Diskussionen um Cockpiteinsätze, Gewichtskonzentration und Hängebankaufsätze.

Wird hier die Zeit gleich sinnvoll genutzt?

Parallel dazu treffen sich die führenden Bootsbauer und Segelmacher unter sich. Möglicherweise geht es dabei um die neuesten Entwicklungen beim Bau der Rümpfe, um die auf der AGM angestrebten Regeländerungen und sicher auch um Absprachen, die eine Kompatibilität der einzelnen Ausrüstungsgegenstände auch in Zukunft gewährleisten sollen.

Für morgen ist deutlich weniger Wind angesagt und die Wettfahrtleitung hat vorsorglich den ersten Start des Tages für uns auf 11:00 Uhr vorverlegt. Hoffentlich lässt uns der Schwell dann auch schon aus der Hafeneinfahrt..

 

 

 

 

 

 

Foto: Pepe Hartmann

Start vom Winde verweht

Erster Tag der Pre-Worlds in Warnemünde

von Christian Heinze 06.07.2018
Heute sollten eigentlich die ersten beiden Rennen der Pre-Worlds hier in Warnemünde gestartet werden. Diese ‘normale’  Regatta im Rahmen der Warnemünder Woche  bietet allen WM-Teilnehmern die Möglichkeit sich unter Wettkampfbedingungen auf dem WM-Revier schon mal ‘warm zu segeln’.
Warm war es ja  und sonnig auch, aber mit Segeln war heute nicht viel: 25-30 Knoten Wind auf der Bahn und eine entsprechend hohe Welle ließen der Wettfahrtleitung keine andere Möglichkeit als für heute frühzeitig abzusagen.

Foto: Pepe Hartmann

Viele OK-Segler nutzen bereits seit einigen Tagen die herrlichen Segelbedingungen bei hochsommerlichem Wetter auf der Ostsee vor Warnemünde zum intensiven Training.
Heute aber blieben auch die ambitioniertesten unter den knapp 90 für die Vorregatta gemeldeten OK-Segler an Land und vertrieben sich stattdessen die Zeit mit Basteln am Boot und natürlich mit Geschichten erzählen.

Foto: Pepe Hartmann

Die Stimmung unter den OK-Seglern aus 10 Nationen ist -wie üblich bei einer OK-WM- hervorragend.  Das ändert auch nicht die Wetterprognose für morgen, die ähnlich stürmische Windbedingungen vorhersagt.

Und vielleicht gibt das Gelegenheit heute abend etwas länger mit den Freunden zu feiern..

Foto: Christian Heinze